Fisa Down Under Australia Australia, Cairns   09:29

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Fisa, 11 Mai 2010
Australia Australia , Cairns 28°


Es ist vorbei bye bye Fisamobil

From Fisa with love. We got the car we were dreaming of. We never found the words to say but we know that today someone is paying cash for you. From Fisa with love...
Diesen Eintrag verfassen wir im Namen unseres geliebten Fisamobils, welches leider entschieden hat, nicht weiter an unserer Reise teilzunehmen, sondern mit erhobenen Hauptes von uns zu gehen. Genug geschnulzt, kommen wir zu den Fakten. Nachdem wir Adelaide verlassen haben, begannen wir auf einem Weinberg in der Naehe Melbournes zu arbeiten. 2 Wochen und ein Treffen mit Dopsi und Heiko und Anton spaeter, waren wir unseren Job ganz fisatypisch auch schon wieder los und machten uns auf eine kleine Reise auf die Insel Tasmanien auf. Auf der Faehrfahrt haben wir zum ersten Mal nach 6 Monaten wieder in einem richtigen bett geschlafen, nur so nebenbei. Auch wenn uns Tasmanien nicht das geboten hat, was wir erwartet hatten, war es dennoch eine schoene zeit. Zurueck in Melbourne haben wir uns unseren Job auf dem Weinberg zurueck erkaempft und konnten gleich am naechsten Tag mit dem Traubenlesen beginnen. Mal wieder (ganz fisatypisch) war der Job nach 2 Wochen beendet, da es viel zu sehr zuviel geregnet hat, wie ihr es vielleicht in den Nachrichten gehoert habt. Also beschlossen wir endlich nach Sydney weiter zu reisen, wollten allerdings vorher noch einige kleine Macken unseres Fisamobils reparieren lassen. Die kleineren Macken waren unter anderem der permanente Verlust von Wasser aus dem Kuehler, der permanente Gestank nach Benzin und ein permanentes "moehp" Geraeusch, welches es stets von sich gegeben hat. Auch nachts.Aller 10 Minuten. Beim Mechaniker haben wir gelernt, dass man den Oelstb erst abwischen muss, um den Oelstand zu checken. Es stellte sich heraus das neben dem Wasser im Kuehler auch das Oel und die Bremsfluessigkeit leer waren. Ausserdem mussten wir erfahren, dass Abgase in den Kuehler gelangen, es schlimmer und schlimmer wird und dadurch das Fisamobil nach und nach von innern heraus zu Grunde geht. Es hiess, es koste 1500 dollar es zu reparieren.Bei einem Blick auf unser Konto stellten wir sehr schnell fest, dass wir dieses Geld definitiv nicht haben. Ersatzloesung: ein Klebstoff der uns EVENTUELL ueber die naechsten 3 Monate bringen koennte...
Guter Dinge brachen wir ueber Canberra nach Sydney auf und verlebten in Sydney 3 sehr schoene Tage, mit Sightseeing, Strand,... Doch am vierten Tage sollte es mit unserem Glueck mal wieder abrupt ein Ende haben. Das Fisamobil sprang einfach nicht mehr an. Beim Drehen des Schluessels hoerte man nur ein "klick klack". Viele gute Worte und viel Wasser liessen es schliesslich doch starten und wir standen vor einer erneuten Entscheidung: weiter fahren oder Fisamobil verkaufen oder gar reparieren lassen?! Weiter fahren waere zu gefaehrlich gewesen, das Fisamobil haette jederzeit stehen bleiben koennen. Reparieren lassen kostete immer noch 1500 Dollar mindestens und unser Kontostand hatte sich ja nicht verbessert. Also blieb nur noch der Verkauf und wir begannen Flyer auszuhaengen. Da sich niemand daraufhin meldete stellten wir es ins Internet und machten eine Strasse ausfindig, wo alle Backpacker versuchen ihre Autos zu verkaufen. Nach 10 Minuten auf der "Victoria Street" kamen zwei sehr boese dreinblickende Israelis zu uns und begannen erstmal uns vollzumaulen. Die Vorstellung diese in unserem Fisamobil zu wissen behagte uns gar nicht, aber was soll man machen. Nase ruempfend meinten sie nur, sie wuerden sich melden. Leider wurden wir von den anderen Backpackern aufgeklaert, dass die beiden bereits strassenbekannt sind, nur meckern, Preis druecken und sich nie wieder melden. Doch tatsaechlich, wir erhielten noch am selben Abend den Anruf. Das Gespraech zwischen Lisa und Rafael verlief folgendermassen:
Rafael: hey, it's Rafael.
Lisa: hey Rafael! Wie geht's dir?(bei den Australiern ist dies eine uebliche Frage zu beginn eines Gespraeches, alles andere ist unhoeflich)
Rafael: Wo seid ihr?
Lisa: (hat dummerweise 'wie gehts dir' (where are you-how are you) verstanden) super, danke.
Rafael: ich will nicht wissen wie du dich fuehlst, ich will wissen wo ihr seid!!!
Lisa: In der Stadt.
Rafael: Kommt zum Strand am Bondi Beach! Ich moechte noch etwas checken!
Lisa: Jetzt?
Rafael: ja!
Lisa: nein, wir koennen jetzt nicht kommen, aber wir sind morgen wieder in der Victoria Street, da koennt ihr nochmal vorbei kommen.
Rafael: Nein, nicht morgen. Jetzt.
Schliesslich konnten sich Rafael und Lisa auf um 9 noch am gleichen Abend einigen. Wir machten uns also auf zum Bondi Beach wo die beiden Jungs eine Probefahrt machen wollten. Das Fisamobil zeigte sich natuerlich von seiner besten Seite: Es sprang nicht an, die gaenge gingen nicht rein, es stank verbrannt und als die Horrofahrt beendet war rollte es los als sich Rafael dagegen lehnte. Klar, die Handbremse funktioniert ja auch nciht und man muss den Gang drin lassen wenn man aussteigt. Unglaublicher Weise waren sie trotz allem weiterhin am Fisamobil interessiert, wollten es aber vom Mechaniker checken lassen. Das geschah am naechsten Tag. Der Mechaniker schaute 2 Minuten in das Auto und fragte uns ob wir denn manchmal Uberhitzungsprobleme haetten. Unsere Antwort: Naja, im Outback manchmal, aber da war es ja auch sehr heiss, das ist ja normal. Der Mechaniker oeffnete den Kuehler und war sichtlich erstaunt das dieser tatsaechlich mit Wasser gefuellt war. Was wohl daran lag das wir ihn vor ca. 5 Minuten erst wieder aufgefuellt hatten. Das Ende vom Lied war, dass er die Jungs aufgeklaert hat das der Motor Schrott ist und sie deshalb von einem Kauf absahen. Ab diesem Tag wurde es schlimmer und schlimmer, der Motor ging selbst waehrend der Fahrt aus, Lisa musste Fila und das Fisamobil von Kreuzungen mitten in der Stadt schieben, wir verloren oel und Wasser, nach wie vor. Wir sahen keinen anderen Ausweg als es zum Schrotthaendler zu bringen der uns ganze 180 dollar in die Hand drueckte. Nein wir haben keine Null an der Zahl vergessen.
Seitdem leben wir also in Hostels und fahren mit dem Bus von Stadt zu Stadt. Wir vermissen das Fisambil sehr, denn es ist nicht mehr das wahre Reisen. Man sieht viel weniger, kann nicht da anhalten wo man moechte, dort langfahren wo man will. Und diese "Hostelkinder" sind einfach von ihrer Lebenseinstellung ganz anders als wir. Es war unter uns richtigen Backpackern die im Auto lebten einfach eine ganz andere Gemeinschaft, man teilte, man sass in grossen gruppen am Strand und machte Lagerfeuer, man traf die verruecktesten Leute aus den verschiedensten Kulturen und wurde einfach so akzeptiert wie man war. Deswegen haben wir uns auch in Mission Beach an einem Abend in der Gesellschaft von dem beiden richtigen Backpackern Vincent und Sophia (Filas Cousin und seine Freundin) wesentlich wohler gefuehlt als die ganze Ostkueste entlang mit den Hostelkindern. Es war ein lustiger Abend und wir wuenschen euch beiden noch eine schoene Reise und alles Gute mit eurem Ali Smile
NUn sind wir in Cairns und hiermit endet unsere Reise. Wir haben unser Ziel erreicht und alles gesehen was wir sehen wollten. Jetzt freuen wir uns sehr auf zu Hause wo wir am Freitag den 14. Mai um 10:30 in Dresden willkommen geheissen werden. Vorausgesetzt Freund Vulkan laesst uns nicht laenger als noetig bei unserem Zwischnstopp Singapur verharren. Und selbst wenn es schief geht, wir sind es gewoehnt dass uns ein Strich durch die Rechnung gemacht wird und koennen mittlerweile damit umgehen...Smile
Danke an euch alle fleissigen Leser das ihr unsere Eintraege so interessiert verfolgt habt. Es tut uns Leid das wir unseren Block etwas vernachlaessigt haben... Wir danken auch unseren Eltern und Grosseltern fuer die finanzielle Unterstuetzung ohne die wir nicht bis ans Ziel unserer Reise gekommen waeren. Wir freuen uns aufs Wiedersehen am Freitag!!!
Eure Fisa

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Kommentare zu diesem Eintrag

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Kommentare zu diesem Eintrag

Angelika und Stephan

11 Mai 2010

Wir freuen uns auch auf Freitag!!!

Mama von Lisa

11 Mai 2010

Juhu, eine Abschlußseite ! Tolle Zusmmenfassung aller glücklichen u.unglücklichen Umstände. Die ganze Lorenstr., Domblick 1b u. besonders deine family freuen sich riesig auf Feitag.

TomTom

12 Mai 2010

freu mich viel mehr Very Happy :-P

Laura

12 Mai 2010

Ach ihr pechvögel, kann schon nachvollziehen, dass man sich nach dem autoleben in nem hostel schwer tut! ging uns ja auch so! lustig, dass wir jetzt am gleichen tag nach hause kommen! wünsch euch noch ein paar schöne letzte tage!
liebe grüße aus london, mit sehr europäischem wetter ;(
hab euch lieb. bis bald Smile

Vincent & Sophia

19 Mai 2010

Vielen Dank für die lieben Worte. Wo ihr Recht habt, da habt ihr Recht. Es verbindet mit einem Van durch Australien zu reisen, vor allem mit einem Schrottvan Smile
Das war wirklich ein schöner und gemütlicher Abend. Schade, dass man nicht länger zusammen gerreist ist. Übrigens hatte ich am nächsten Tag Muskelkater im A..., weil ich den ganzen Abend auf der Stufe gesessen habe. Ganz liebe Grüße und bis bald!

Profil


Aktueller Standort:
Australia Australia, Cairns

Heute:

26°/33°

Morgen:

27°/34°

Meine Reisestatus:
Ich bin wieder zu Hause!
Meine heutige Reise:
Fisa Down Under
(2009)
Meine besuchten Länder:
AustraliaGermany

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